Nachdenken mit Adorno – Man gönnt sich ja sonst nix

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Beginn eines Lektüre-Tagebuches zu Theodor W. Adornos MINIMA MORALIA aus dem Jahre 1951 (Suhrkamp Verlag). Mal was fürs Hirnschmalz. Einer dieser Texte, die für eine kritische Nachkriegsgeneration Orientierung wurden. Heute immer noch bzw. wieder interessant. Je nachdem, wie man es sieht. Ich gewöhne mich langsam aufs Neue an Sätze, die ich zunächst mehrfach lesen muß, um sie annähernd zu verstehen. Da merke ich, wie sehr Lesefähigkeiten verkümmern, wenn man sich immer an der Richtschnur der leichten Verständlichkeit entlanghangelt. Mir wird jetzt klar, was der italienische Theatermann Giorgio Strehler meinte, als er sagte, der Faschismus beginne da, wo man propagiere, alles sei einfach. Nichts ist einfach. Damit fängt mein Nachdenken mit Adorno an.

Zum Lektüretagebuch „Nachdenken mit Adorno“